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Unsere Wege und Beweggründe
für Palliative Care

"Am Anfang waren Gespräche"

Vor ungefähr drei Jahren wurde ich von der Pflegedienstleiterin des Seniorenheimes Schloß Hall eingeladen, für die MitarbeiterInnen in der Pflege im Rahmen von Dienstbesprechungen drei Gesprächsabende zum Thema "Sterbebegleitung" vorzubereiten.
Nach diesen Abenden bildeten wir einen Arbeitskreis, der sich zum Ziel setzte, die Situation der Sterbekultur im Heim neu zu überdenken. Dem Arbeitskreis gehörten ursprünglich 7 Personen an: die Pflegedienstleiterin, vier Altenfachbetreuerinnen, eine Heimbewohnerin, die in der Begleitung von Sterbenden in den zwei Seniorenheimen Bad Halls mitwirkt, und ich.
Im Laufe von zwei Jahren entwickelten wir für das Heim ein neues Konzept der Sterbebegleitung und neue Formen und Rituale des Abschiednehmens von verstorbenen HeimbewohnerInnen.
Mittlerweile hatte sich der Arbeitskreis um zwei weitere Personen vergrößert, erweiterte auch seine ursprüngliche Zielsetzung und beschäftigte sich in der Folge nicht mehr nur mit menschenwürdigem Sterben im Heim, sondern überhaupt mit menschenwürdigem Umgang mit den BewohnerInnen. Aus diesen Überlegungen heraus entstand der Wunsch nach einem Bildungsangebot zu diesem Themenkreis für MitarbeiterInnen in der Pflege.
Diesem Wunsch zu entsprechen organisierte die Pflegedienstleiterin im Frühjahr 2001 ein dreitägiges Seminar über Palliative Care mit der Palliativ- und Gedächtnistrainerin, DGKS Edith Mayr. Die Mitglieder des bestehenden Arbeitskreises sowie vier weitere Mitarbeiterinnen des Heimes konnten daran teilnehmen. In diesen drei Tagen wurde uns ein schönes Gemeinschaftserlebnis zuteil und in allen SeminarteilnehmerInnen großes Interesse und Begeisterung für Palliative Care geweckt.
Persönlich habe ich bei diesem Seminar wertvolle Kenntnisse erworben, die ich in meiner täglichen Arbeit in der Altenheimseelsorge anwenden kann. Außerdem sehe ich eine Aufwertung der Seelsorge darin, dass Interdisziplinarität ein wesentlicher Bestandteil von Palliative Care ist und im interdisziplinären Team der palliativen Begleitung und Betreuung Seelsorge einen festen Platz hat.
Bis auf eine Person sagten nach dieser Seminarveranstaltung auch die Teilnehmerinnen, die bis jetzt dem Arbeitskreis "Sterbebegleitung" noch nicht angehörten, ihre Mitarbeit im Arbeitskreis zu. Der Arbeitskreis wurde im Herbst 2001 umbenannt in Arbeitskreis "Palliative Care".

Josef Lengauer


"... denn ich bin der Weg geworden."

Als ich bei jenem 3-tägigen Seminar das erste Mal von Palliative Care hörte, die Grundsätze, die dahinterstehen, begriff und die Möglichkeiten auch für die Pflege und Betreuung von alten Menschen erahnte, war ich sofort begeistert und von diesem "Virus" wahrlich infiziert.
Rückblickend ist mir damals klar geworden, dass ich auf meinem Berufsweg immer eine Suchende war. Auf der Suche nach Würde, Wärme, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit u. v. m. im Umgang mit Patienten (schon als ich vor 11 Jahren auf der Onkologie gearbeitet habe) und jetzt mit den Bewohnern im Seniorenheim. Ich erkannte , dass dies der Weg ist, zur Verwirklichung meiner Herzenswahrheit, meiner Wünsche und Bedürfnisse im Umgang mit Krankheit und Leid.
Jetzt weiß ich, dass ich nicht mehr nach dem Richtigen zu suchen brauche, denn ich bin der Weg geworden. - Mein Weg zur Umsetzung von Palliative Care - in die Realität - im Seniorenheim. Zur Verbesserung von Lebensqualität, Zeit zu schenken, Geborgenheit zu vermitteln, Liebe und Wärme zu geben, Menschenwürde bis zuletzt zu gewährleisten, ... für unsere Bewohner.

Ingrid Lorbek




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   © 2007 by Josef Lengauer