Palliative Care

Hospizarbeit

Schmerzbehandlung

Projektarbeit

Projektbericht

Palliative Planung

Cicely Saunders

Elisabeth Kübler-Ross

Peter Fässler-Weibel

Gabriel Looser

Leb wohl, lieber Dachs

Die Lachfalten Gottes

 

links | impressum | home   

 

Projektauftrag und Projektauftragsunterzeichnung

Projektauftrag

Internes Projekt


Projekttitel: Aufbruch in eine neue Zeit.
                    Auf dem Weg zur Umsetzung von Palliative Care
                    im Seniorenheim Schloß Hall

Ausgangssituation/Problemstellung/Vorprojektphase:

Nach Gesprächsabenden zum Thema Sterbebegleitung bildete sich ein Arbeitskreis, der es sich zum Ziel setzte, die Sterbekultur im Seniorenheim zu reflektieren und weiter zu entwickeln. Innerhalb von zwei Jahren wurde ein Konzept der Sterbebegleitung erarbeitet und Abschiedsrituale von verstorbenen HeimbewohnerInnen eingeführt.

Das Ziel des Arbeitskreises – ein menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen – hat sich bereits nach kurzer Zeit um die Aspekte eines menschenwürdigen Umgangs mit den BewohnerInnen erweitert.

Der Grundstein für die fachliche Weiterentwicklung in Palliative Care wurde mit einem dreitägigen Seminar im Frühjahr 2001 zu diesem Themenkreis gelegt. Der Arbeitskreis „Sterbebegleitung„ wurde im Herbst 2001 in den Arbeitskreis „Palliative Care„ umbenannt.

Im Rahmen des Lehrganges „Palliative Care – Interdisziplinäre Weiterbildung„ an der Gesundheitsakademie Linz war von DGKS Ingrid Lorbek und Diakon Josef Lengauer ein praxisbezogenes Projekt zu erstellen. In ersten Gesprächen mit der Abteilung Hospiz Palliative Care wurde die Umsetzung eines Projektes zur Implementierung von Palliative Care im Seniorenheim beschlossen. Nach Absprache mit den verantwortlichen Personen des Pflegeheims sollte ein Projekt entworfen werden, welches den zeitlichen Rahmen der erforderlichen Arbeit im Rahmen des Lehrganges überdauert und die Gesamtheit der MitarbeiterInnen des Pflegeheims aktiv miteinbezieht.

In einem ersten Treffen am 24. Januar 2002 welches als interne „Kick-off„ Veranstaltung konzipiert wurde, erfolgte gemeinsam mit der Abteilungsleitung Hospiz Palliative Care, der Fachreferentin, den beiden Lehrgangsteilnehmern sowie der Heimleitung und der Pflegedienstleitung eine Auseinandersetzung mit folgenden Fragen:

   Erwartungen an das Projekt? Zielsetzungen?

   Befürchtungen, „kritische Punkte„, „Sorgen„,
   Was darf nicht passieren?

   Erwartungen hinsichtlich des Unterstützungsbedarfs?

Bei dieser Veranstaltung wurde seitens der Heimleitung und der Pflegedienstleitung die Unterstützung der Entwicklung des Projektes und dessen Umsetzung zugesagt.

Zieldefinition
Projektziel/Projektergebnis: Was soll erreicht werden?

Die Begleitung und Betreuung von schwer kranken und sterbenden Menschen gehört zu den Kernaufgaben in der Geriatrie. Mit der Integration von Palliative Care als Betreuungskonzept in das Seniorenheim Schloß Hall soll diese Aufgabe in Zukunft eine zentrale Rolle spielen.

Gegenüber den traditionellen, kurativ ausgerichteten Betreuungskonzepten unterscheidet sich Palliative Care durch eine dem Konzept zugrundeliegende Philosophie, durch eine bestimmte Haltung aller Beteiligten, und dadurch, daß sich die Betreuung radikal an den Bedürfnissen der BewohnerInnen orientiert.

Palliative Care
  • unterstreicht, dass Tod und Sterben normale Vorgänge des Lebens sind,
  • beschleunigt den Tod weder noch verzögert es ihn,
  • schafft Linderung von Schmerzen und anderen belastenden Symptomen,
  • schließt psychische und spirituelle Aspekte der Patientenbetreuung mit ein,
  • ist ein Unterstützungsangebot, um den Patienten zu helfen so aktiv wie möglich bis zum Tod zu leben,
  • ist ein Unterstützungsangebot um den Angehörigen zu helfen, während der Zeit der Erkrankung des Patienten und in ihrer eigenen Trauerphase zurechtzukommen (vgl.WHO 1990).

Bedingungen, Anforderungen

Der Miteinbezug aller im Seniorenheim betreuten BewohnerInnen, ihres sozialen Umfeldes sowie der im Heim tätigen MitarbeiterInnen unterschiedlichster Professionen und Aufgabenbereiche ist ab der Konzeptionierungsphase des Projektes zu gewährleisten.

Die im Projektablauf getroffenen Vereinbarungen sowie die Projektstrukturen sind während der gesamten Projektdauer einzuhalten bzw. nur durch Entscheidung der Projektleitung in Absprache mit dem Projektteam veränderbar.

Nicht-Ziele: Welche Ziele werden mit dem Projekt nicht verfolgt?

Palliative Care wird nicht als „neues Pflegekonzept“ eingeführt
  • Es ist nicht das Ziel eine „Spezialabteilung“ innerhalb des Seniorenheimes zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen zu schaffen

Kurzbeschreibung Vorgehen
Projektinhalt/Hauptaufgaben/Leistungsumfang/Nutzen


Palliative Care umfasst zahlreiche Inhalte und Herausforderungen. Die Komplexität dieses Konzeptes macht es notwendig eine schrittweise Umsetzung anzustreben. Einzelne Aspekte sind bereits entwickelt und in der Implementierungsphase. Entsprechend ihrer wahrgenommenen Dringlichkeit werden drei Teilbereiche innerhalb des vorliegenden Projektes umgesetzt. Weitere Inhalte des Konzeptes werden in der „Nachprojektphase“ aufgegriffen. Dies ist durch das Bestehenbleiben der Arbeitsgruppe „Palliative Care“ aus der sich die MitarbeiterInnen des Projektteams lukrieren sichergestellt.

Das vorliegende Projekt wurde in einem Entscheidungsfindungsprozess unter Einbindung der MitarbeiterInnen des Seniorenheimes in drei Teilprojekte gegliedert.

   Teilprojekt „Palliativpflege 1.Stock/Neubau“

   Teilprojekt „Angehörigenarbeit“

   Teilprojekt „Öffentlichkeitsarbeit“

Es werden innerhalb des Gesamtprojektes Informationsstrukturen geschaffen die einen kontinuierlichen Austausch zwischen den Teilprojekten und allen anderen MitarbeiterInnen im Haus ermöglichen. Die Einbindung der BewohnerInnen und deren Angehörige ist selbstverständlich. Weiters erfolgt eine adäquate Öffentlichkeitsarbeit in bezug auf das Projekt nach außen hin. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Hausärzte der Region gelegt.

Abhängigkeiten/Schnittstellen

Die zentrale Schnittstelle ist die des Teilprojektes „Palliativpflege 1.Stock/Neubau“ zur Pflegedienstleitung und allen anderen Pflegeabteilungen. Die konsequente Umsetzung von Palliative Care im Pflegealltag bedarf komplexer Veränderungen und Entwicklungen (Informations- und Kommunikationsstruktur, Organisation der Arbeits-abläufe, Dienstplangestaltung,...). Durch einen kontinuierlichen Informationsfluß über die geplanten Veränderungen und den Verlauf der Umsetzung soll eine hohe Akzeptanz gesichert werden.

Kritische Erfolgsfaktoren
  • Der Umgang mit den „Besonderheiten“ von Projektstrukturen ist noch nicht eingeübt
  • Für die Einführung und Umsetzung von Palliative Care sind Rahmenbedingungen erforderlich, die im Routinebetrieb noch nicht standardisiert umgesetzt sind. Dazu gehören strukturierte Informations- und Kommunikationswege, ethische Entscheidungsfindungsprozesse, gefestigte Organisationsstrukturen, transparente Organisationsabläufe
  • Begrenzte Personalressourcen, die nicht zusätzlich belastet werden können
  • Die Notwendigkeit des Abbaus von vorhandenen Urlaubs- und Mehrstunden führt zu einer weiteren Reduktion von Personalressourcen

Zeitrahmen

Projektstart: 24.1.2002             Ereignis: Internes „Kick-off„
Projektabschluss: April 2003     Ereignis: Projektpräsentation

Meilensteine:

01.03.2002 Start des Teilprojektes „Palliativpflege
1.Stock/Neubau“
21.03.2002 Konstituierung des Projektteams
02.05.2002 Vortrag für alle MitarbeiterInnen des Seniorenheimes zur Vorstellung der Projektarbeit im Rahmen des Lehrgangs „Palliative Care - Interdisziplinäre Weiterbildung“
19.06.2002 Start des Teilprojektes „Öffentlichkeitsarbeit“
27.06.2002 Start des Teilprojektes “Angehörigenarbeit“
17.09.2002 Vorstellung des Gesamtprojektes und bisheriger Ergebnisse der Teilprojekte bei der Geschäftsführung der Caritas für Betreuung und Pflege –
Unterzeichnung des Projektauftrages
17.10.2002 Fachvortrag zum Thema Schmerztherapie nach ganzheitlichen Gesichtspunkten

Projektteam
Neben den nachfolgend angeführten Personen in den Funktionen des Auftraggebers, der Projektleitung und dem Projektmanagement besteht das Projektteam aus folgenden Teammitgliedern:

Teilprojekt „Öffentlichkeitsarbeit“
Leitung: Heimleiter Franz Göschl
Stellvertr. Heimleiterin Anna-Maria Freudenthaler, PDL Traudelinde Koch, Küchenleiter Günter Schlecht, Diakon Josef Lengauer, DGKS Ingrid Lorbek, AFB Marianne Dickinger, AFB Christine Höpoltseder


Teilprojekt „Palliativpflege im 1. Stock/Neubau
Leitung: DGKS Ingrid Lorbek
DGKS Heidi Lechner, AFB Elisabeth Hirner sowie alle weiteren MitarbeiterInnen des Pflegeteams 1.Stock/Neubau

Teilprojekt „Angehörigenarbeit“
Leitung: AFB Hildegard Hieslmair
PDL Traudelinde Koch, WL Marianne Rieder, Heimbewohnerin Leopoldine Steinauer, AFB Maria Fuka, AFB Martina Hinterholzner, AFB Christine Höpoltseder, DGKS Maria Wöhrnschimmel, DGKS Ingrid Lorbek, Diakon Josef Lengauer

Auftraggeber:
Geschäftsführung Caritas für Betreuung und Pflege, Josefine Mair

Projektleitung:
DGKS Ingrid Lorbek und Diakon Josef Lengauer

Projektmanagement:
Mag.a Ulrike Pribil DGKS

Aufwandsplanung/Finanzierungsplan

Da im Budget aus terminlichen Gründen keine Berücksichtigung des Projektes erfolgen konnte, sind finanzielle Ressourcen nur unter vorheriger Absprache mit der Heimleitung bzw. Geschäftsführung in einem begrenzten Ausmaß möglich. Ein Finanzierungskonzept für die „Nachprojektphase„ bzw. die Implementierung in die Regelversorgung – insbesondere für die Sicherstellung der Personalressourcen - ist gemeinsam mit der Heimleitung und der Geschäftsführung nach Projektabschluß zu erstellen.



Unterzeichnung des Projektauftrages







Download als pdf-Datei

Download als rtf-Datei

 
   

   © 2007 by Josef Lengauer