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Sterbekultur und Abschiedsrituale
im Seniorenheim Schloss Hall

"Ich gehe zum Leben, zum Licht, zur Liebe"

Verabschiedung

Nach der Totenbeschau durch den Arzt wird der Leichnam der/des Verstorbenen vom Pflegepersonal, manchmal unter Mithilfe von Angehörigen, gewaschen, angezogen und in ihrem/seinem Zimmer aufgebahrt.
Ein Tisch wird aufgestellt mit weißem Tischtuch, Kreuz, Kerzen, einer Schale mit Weihwasser und Blumen.
Dann folgt in einer kleinen Feier die Verabschiedung der/des Verstorbenen in ihrem/seinem Zimmer durch das anwesende Mitarbeiterpersonal - mit Gebeten, Liedern, persönlichen Gedanken und dem Segen für die Verstorbene/den Verstorbenen.
Auch Angehörige und befreundete MitbewohnerInnen werden zur Teilnahme eingeladen.
Für Personen aus nichtchristlichen Religionen und Religionsgemeinschaften sind wir bemüht, in Absprache mit den Angehörigen Symbole und Abschiedsrituale zu finden, die ihrer Religionsausübung entsprechen.


Kerze



Im Eingangsbereich des Heimes wird auf einem dafür vorgesehenen Tischchen mit Tischtuch neben Blumen oder Gesteck die Abschiedskerze angezündet. Diese Kerze ist verziert mit dem Spruch "Ich gehe zum Leben, zum Licht, zur Liebe". Neben der Kerze wird ein Bilderrahmen aufgestellt mit dem Namen, dem Sterbedatum, dem Alter, der Verweildauer im Heim und einem Foto der/des Verstorbenen.
Bei dieser Abschiedskerze können HeimbewohnerInnen still Abschied nehmen von einer verstorbenen Mitbewohnerin, einem verstorbenen Mitbewohner.
Die Kerze und das Bild bleiben stehen bis zum Tag des Begräbnisses- bzw. der Verabschiedung.


Rose



Wenn der Bestatter den Leichnam abgeholt hat, Bett und Zimmer der/des Verstorbenen gereinigt und gut gelüftet, und das Bett mit frischer Wäsche überzogen ist, wird auf das Bett der/des Verstorbenen für zwei, drei Tage eine Rose gelegt.


Aromapflege

Außerdem wird nach der Abholung des Leichnams durch den Bestatter ein Aromastreamer 24 Stunden lang im Zimmer aufgestellt mit einer Mischung aus ätherischen Ölen, genannt "Seelenfrieden". Dieser Duft hat eine stark Raumluft reinigende Wirkung und eignet sich sehr gut, "um Räume im Hinblick auf die Schwingungen dessen, was dort geschah, ....., oder der Person, die sich dort aufhielt, zu neutralisieren." (Erich Keller, Die Welt der Düfte. Handbuch der Aromatherapie. Kreuzlingen, 1990).


Betend Abschied nehmen

In den Tagen zwischen Sterbe- und Begräbnistag wird den HeimbewohnerInnen, den Angehörigen der/des Verstorbenen und dem Pflegepersonal von der Seelsorge ein gemeinsames Totengebet in der Heimkapelle angeboten.
Dieses Gebet in der Dauer von ca. einer halben Stunde wird gestaltet mit Hoffnung schenkenden, tröstenden und aufrichtenden Worten für die Angehörigen, die HeimbewohnerInnen und MitarbeiterInnen, mit Worten zur Person und zum Leben der/des Verstorbenen, mit Liedern, Gebeten, Texten, Schriftlesungen und Meditationsbildern.
Wir sind bemüht, das Totengebet für Menschen aus nichtchristlichen Religionen oder Religionsgemeinschaften in ihnen entsprechender Form und Symbolen zu gestalten.
Das Totengebet wird als Möglichkeit des gemeinsamen Abschiednehmens von verstorbenen HeimbewohnerInnen und als Hilfe und Unterstützung in der Trauerarbeit gesehen.


Gedenkgottesdienst

Jedes Jahr um Allerseelen werden die Angehörigen der im vergangenen Jahr verstorbenen HeimbewohnerInnen von der Heimleitung zu einem Gottesdienst in die Kapelle eingeladen, bei dem für jeden einzelnen Verstorbenen ein Licht angezündet und jeder Verstorbene beim Namen genannt wird.
Dieses liturgische Ritual soll die Verbundenheit des Heimes mit den Angehörigen der verstorbenen HeimbewohnerInnen ausdrücken und die Hoffnung auf das Wiedersehen mit den Verstorbenen stärken.


Gedenkmappe



Als bleibende Erinnerung an verstorbene HeimbewohnerInnen gestaltet jedes Pflegeteam individuell in jedem Wohnbereich eine Mappe mit Fotos der Verstorbenen, von ihrem Leben im Heim, mit kurzen Biographien, mit bleibenden Eindrücken und Anekdoten aus ihrer Zeit im Heim und mit besinnlichen Texten.


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   © 2007 by Josef Lengauer