Palliative Care

Hospizarbeit

Schmerzbehandlung

Projektarbeit

Projektbericht

Palliative Planung

Cicely Saunders

Elisabeth Kübler-Ross

Peter Fässler-Weibel

Gabriel Looser

Leb wohl, lieber Dachs

Die Lachfalten Gottes

 

links | impressum | home   

 

Was gibt es im Seniorenheim Schloß Hall, was es vor diesem Projekt nicht gegeben hat?

1. Grundlegende Veränderungen

  • alle MitarbeiterInnen des Heimes haben eine Grundinformation über Palliative Care, insbesondere auch als Haltung der Wertschätzung
  • die MitarbeiterInnen der Pflege haben ein Basiswissen über palliative Pflege, Begleitung und Betreuung, sehr ausführlich über ganzheitliche Schmerzbehandlung
  • die MitarbeiterInnen des 1. Stockes haben ein fundiertes Fachwissen in palliativer Pflege und Betreuung
  • es lässt sich zwar nicht messen, wie weit die palliative Haltung in allen MitarbeiterInnen schon lebt und gelebt wird, es steht aber fest, dass sich in diese Richtung enorm viel bewegt hat; darauf deuten Feedbacks von BewohnerInnen und Angehörigen hin

2. Veränderungen im 1. Stock

2.1 Umstrukturierung des Tagesablaufes

bei anfangs gleichbleibender Anzahl der MitarbeiterInnen, um Zeit zu gewinnen für individuelle Pflege und, um Lebensqualität zu verbessern
  • mehr Zeit für die Körperpflege
    z. B. Anwendung von basaler Stimulation
    oder wohltuende Waschungen …
  • flexiblerer Tagesablauf
    z. B. bettlägrige BewohnerInnen werden auch oft erst nachmittags gewaschen, damit für das Waschen mehr Zeit bleibt, und auf ihre individuellen Bedürfnisse eingegangen werden kann
  • BewohnerInnen können länger schlafen
  • Einrichtung von eigenen Badediensten
  • mehr Zeit zum Verwöhnen der BewohnerInnen mit Wohlfühlbädern: mit ätherischen Ölen, entspannender Musik
  • mehr Zeit, um individuelle Lebensqualität zu verbessern

2.2 Eigene Dienstplanerstellung

  • auf die Bedürfnisse der BewohnerInnen abgestimmt
  • tägliche Besprechungs- und Übergabezeiten

2.3 Andere Prioritäten

  • Was ist für die BewohnerInnen wichtig? – Was ist für mich wichtig? z.B. schmerzfrei statt klinisch sauber
  • Erfüllung von Herzenswünschen und eingehen auf die „stillen“ Wünsche, welche der/die Bewohner/in sich nicht auszusprechen traut
  • Selbstbestimmung des/der Bewohners/in: „Er ist der einzige Experte für sein Leben!“
  • Lernen, nicht zu entscheiden, was der Bewohner braucht, sondern die r i c h t i g e n Fragen zu stellen: „Was quält Sie?“ „Was brauchen Sie, um sich besser zu fühlen?“
  • Ausbrechen aus der Routine des Pflegealltags als Voraussetzung für individuelle Betreuung
  • Überdenken der Hygiene:
    Was spricht dagegen, eine Katze oder einen Hund ins Bett eines Schwerkranken zu lassen angesichts seines strahlenden Gesichtsausdruckes und seiner damit verbundenen Lebensqualität?
  • Einfühlsamer Umgang: Hunger nach Blickkontakt, nach Berührung, Da-Sein, Zeit schenken, Ausreden können und dürfen, Ernst genommen werden
  • "Gemeinsame Trauer" mit BewohnerInnen über ihre Verluste und das Aushalten der Extremsituationen, in denen sich Schwerkranke und Sterbende oft befinden, z.B. Tumorzerfall, starke Geruchsbildung, großes ganzheitliches Leiden, nicht loslassen können oder wollen
  • Bewussteres Zeit nehmen für Sterbebegleitung und Verabschiedungen
  • Mehr Zeit für Angehörige als Basis für eine gute Zusammenarbeit
  • Mehr Aufmerksamkeit der MitarbeiterInnen füreinander: sich gegenseitig „auffangen“

2.4 Mitarbeiterschulungen

  • Palliative Care als Haltung der Wertschätzung und Wahrhaftigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen im palliativen Bereich und dabei psychische Unterstützung der Betroffenen
  • Sensibilisierung, Schmerz als ganzheitliches Phänomen zu sehen
  • Atemnot:
    Hilfestellung für die BewohnerInnen
    Wie komme ich als MitarbeiterIn damit zurecht?
  • Allgemeines Verhalten im Umgang mit Schwerkranken
  • Mundpflege im palliativen Bereich:
    Erstellung eines „Mundpflegekörbchens“ mit den notwendigen Utensilien und Erstellung eines Standards
  • Basale Stimulation
  • Psychohygiene:
    Wie gehe ich mit mir selber um, mit dem Tod unserer Bewohner, der oft schwierigen, langen Phase davor?

2.5 Erweiterung des Durchführungsnachweises


3. Veränderungen im gesamten Pflegebereich (Impulse von Palliative Care im 1. Stock auf die anderen Stockwerke übergegangen)

  • eigene Dienstplangestaltung in allen Stockwerken
  • Wohlfühlbäder mit eigenen Badediensten (in den meisten Stockwerken)
  • palliative Mundpflege
  • Umdenkprozess bezüglich Ablauf der Pflegehandlungen, Routine, Angehörigenbegleitung

4. Veränderungen, die das ganze Haus betreffen

  • Trauercafe
  • Einstandscafe
  • Richtlinien für Sterbekultur und Abschiednehmen von verstorbenen BewohnerInnen
  • Dokumentationsblatt „Meine Wünsche vor, während und nach meinem Sterben“
  • Erfüllung individueller Wünsche vor dem Sterben fördert Lebensqualität bis zuletzt
  • Ausstattung jedes Stockwerkes mit Utensilien zur Verabschiedung von verstorbenen BewohnerInnen im Zimmer
  • „Erinnerungsmappe“ als Geschenk für die Angehörigen
  • Richtlinien für Trauercafe
  • Einstandscafe
  • Erweiterung von Aromapflege – „Seelentröster“ und „Seelenfrieden“ - (im ganzen Haus) und basaler Stimulation (im 1. und 3. Stock)
  • DGKS- Besprechungen
  • 2x wöchentliche Dienstbesprechungen im Pflegebereich
  • Weitere Verbesserungen der Zusammenarbeit mit den Angehörigen, ihrer Begleitung und Betreuung, kommt der Öffentlichkeitsarbeit sehr zugute
  • Informationsmappe für die BewohnerInnen über die Einrichtungen des Heimes und Vorstellung der MitarbeiterInnen (Entwurf)
  • Verbesserung der Zusammenarbeit mit den Hausärzten hinsichtlich Schmerzbehandlung



Download als pdf-Datei

Download als rtf-Datei

 
   

   © 2007 by Josef Lengauer